Made with MAGIX Ausbildung 1901 - 1904 Bei einem Dornberger Kirchenmaler ging Ernst Sagewka in die Malerlehre. Er trat in die Bielefelder Fachschule der Malerinnnung ein und wurde von Ludwig Godewols unterrichtet. Godewols kam 1903 nach Bielefeld. Sagewka lernte hier Albert Mensendiek kennen, zu dem er eine Freundschaft aufbaute, die ein Leben lang hielt. Während Sagewka sich für die Kunstrichtung entschied, wurde Mensendiek später selbständiger Malermeister. Er war es, der Ernst Sagewka im Januar 1945 eine Wohnung in seinem Haus anbot, nachdem Sagewka in seinem Haus ausgebombt war. 1906 Der angehende Künstler schafft sein erstes eigenständiges Werk - ein Bildnis seiner Schwester Emmy (”Meine Schwester Emmy” - Ölgemälde s. u.). 1907 Beginn des Studiums an der Bielefelder Handwerker- und Kunstgewerbeschule. Seine Lehrer: Erneut Ludwig Godewols und Hans Perathoner. Perathoner schuf eines der Wahrzeichen der Stadt Bielefeld, den Leineweber. Dieses Denkmal ist noch heute in der Bielefelder Innenstadt zu besichtigen. 1911 Sagewka erlente die Technik der Freskenmalerei bei dem Historienmaler und Restaurator Joseph Langer in Breslau. In diesem Jahr arbeitete Langer an der Restaurierung der “Leopoldina”, der Aula der Breslauer Universität. Langer erhielt Ende 1911 die Professorenwürde. Es ist a. G. des zeitlichen Ablauf zu vermuten, dass Sagewka an den Arbeiten mitwirkte und ebenfalls der Erhebung in den Professorenstand beiwohnte. 1911 - 1913 Unmittelbar an die Breslauer Zeit begab sich Sagewka nach Holland. Hier arbeitete er mit Niederländern, Franzosen und Engländern zusammen und kam zu erstem Ansehen seiner ausländischen Kollegen und des kunstinteressierten Publikums. Stationen waren u. a. Rotterdam und Den Haag. Aus dieser Zeit stammt auch das Ölgemälde “Hafenmotiv aus Rotterdam” (Im Besitz der Kunsthalle Bielefeld). Zu diesem Bild führt Rüdiger Jörn 1982 aus: < ... Eben deshalb überrascht es etwas, wenn   man feststellt, dass am Beginn des Weges ein  Porträt steht, das eine verheißungsvolle  Entwicklung gerade auf dem Gebiet der Bildnismalerei zu versprechen schien. Das Bild  steht noch ganz in der Tradition neutralistischer Darstellungsweise des 19. Jahrhunderts. Der   Betrachter begegnet einem überaus zart modellierten Gesicht, auf dem Licht und Schatten vollkommen undramatisch verteilt sind. Die feinfühlige Gestaltung verrät, mit welch offenem Blick Ernst Sagewka die   Physiognomie seines Modells abgetastet hat. Sehr suggestiv wirkt der dunkelgrüne Hinter-  grund, der dem Bild Ruhe und Tiefgründigkeit verleiht. Er steht im Einklang mit dem Ausdruck  des In-sich-Versunkenseins, der auf dem  Gesicht Emmy Sagewkas liegt.>